Die Geschichte von Roßhaupten

 

Die Pfarrkirche St. Andreas

Wann im Ort ein erstes Gotteshaus errichtet wurde, kann nicht genau gesagt werden. In den Quellen lesen wir, dass Roßhaupten 1449 zur Pfarrei erhoben wurde. Diese mittelalterliche Pfarrkirche ist auf einer Darstellung der Magnusvita auf einem Bild eines unbekannten Allgäuer Meisters zu sehen (um 1570 entstanden), das sich heute in der Gemäldegalerie auf dem Hohen Schloss in Füssen befindet. Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1618 brannte dieses Gotteshaus jedoch vollkommen nieder. Der Krieg, die Pest und fehlendes Geld dürften die Ursachen gewesen sein, weshalb sich der Neubau der Kirche bis 1630 verzögerte.
Die heutige Ausstattung der Kirche stammt zum größten Teil aus der Barockzeit. Johann Heel aus Pfronten malte 1727 die Fresken. Sie zeigen die Kreuzigung des hl. Andreas (im Chor), die Rosenkranzverleihung an die Heiligen Dominikus und Katharina von Siena, die Krönung Mariens und Mariä Verkündigung (alle im Langhaus). In den Kehlen malte Heel die Zwölf Apostel, im Chor die vier abendländischen Kirchenväter.
Den Hochaltar schmückt heute ein Altarblatt mit einer Darstellung des hl. Andreas (um 1880). Umrahmt wird dieses Bild von den beiden Figuren der Heiligen Florian (links) und Johannes Nepomuk (rechts) von Anton Sturm. Dieser bedeutende Bildhauer verstarb am 25. Oktober 1757 in Füssen. Auch in den Seitenaltären stehen Figuren: links eine Mariendarstellung (nach 1500), rechts ein hl. Joseph (um 1880). Im Chor befinden sich sechs völlig weiß polierte Figuren aus dem 19. Jahrhundert.

 
 
 


Die Pfarrkirche St. Andreas in Roßhaupten
Fresko mit der Rosenkranzübergabe an die Heiligen Dominikus und Katharina von Siena in der Pfarrkirche von Roßhaupten von Johann Heel (1727)
Die Kreuzigung des hl. Andreas – Chorfresko in der Pfarrkirche von Roßhaupten von Johann Heel (1727)
 
 

Die Ortsgeschichte zum Download

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