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23.01.2019 15:44 Alter: 85 days
Kategorie: Rosshaupten
Von: 1. Bgm. Thomas Pihusch

Neujahrsempfang 2019


„Heißzeit“ – so das Wort des Jahres 2018, ganz in Kontrast zur derzeitigen „Eiszeit“ mit soviel Schnee wie schon lange nicht mehr. Es bezog sich auf den ungewöhnlich trockenen und langen Sommer. „Heißzeit“ auch in Roßhaupten: Heiß im direkten Sinne, gleich zum Jahresauftakt und ein großer Schock für uns alle: Der Großbrand im Gasthaus zum Herz, mit dem großen Saal und den gemütlichen Gaststuben, Heimat für Vereine, Stammtisch, Hochzeiten, Beerdigungen, Bürgerversammlungen… - wie´s weitergeht ist immer noch völlig offen.

Ein „heißes Eisen“ dann auch im zeitigen Frühjahr die notwendige Sanierung des Staudamms. „Heiß“, weil einerseits wohl unaufschiebbar, andererseits aber auch, weil nicht klar, ob das über 20 Mio. teure Verfahren funktioniert und letztlich auch wegen der möglichen Auswirkungen auf die ganze Region. Der Forggensee blieb dann auch fast den ganzen Sommer trocken, eine besondere Erinnerung für uns alle an 2018. Und das bei idealem Badewetter im schon angesprochenen „Jahrhundertsommer“, gefühlt von April bis November. Bademöglichkeiten blieben aber trotzdem genügend, selbst im „Rest-Forggensee“ – unsere Füssener und Schwangauer Nachbarn haben hier ausnahmsweise mal neidvoll nach Norden geschielt – aber auch in den übrigen Weihern und in der Wette, die sich großer Beliebtheit freute, bei Einheimischen wie Gästen. Apropos Gäste: trotz der Dammsanierung, die selbst bei dem anhaltenden Badewetter Gott sei Dank nicht „baden“ ging, stieg die Übernachtungszahl auf einen neuen Rekordwert von über 115.000, ein Verdienst vor allem auch unserer Gastgeber vor Ort.

Heißzeit – heiß her ging es das ein oder andere Mal auch im Gemeinderat, standen doch wichtige Entscheidungen an. So beim Kindergarten-Neubau: „Wenn die Zukunft Gegenwart geworden ist, ist es zu spät zu planen“ – wir hatten auf einmal nicht nur einen, sondern sogar 15 Planer im Gemeinderat. Aber nach vielen oft hitzigen Diskussionen über Form, Material, Kosten… ging es dann endlich doch in die heiße Phase der Umsetzung. Der Rohbau steht, jetzt hoffentlich zügig weiter mit Fenstern und Innenausbau. Klares Ziel das nächste Kindergartenjahr, nachdem der Storch in den letzten Jahren wieder öfter einen Bogen über Roßhaupten geflogen ist und wir aller Voraussicht nach für eine dritte Gruppe gerüstet sein müssen. Spannend wird´s dabei neben der rechtzeitigen Fertigstellung auch mit den zusätzlich notwendigen Fachkräften.

Heißzeit – auch in der Wirtschaft: spürbar in unserem neuen Gewerbegebiet, das sich 2018 schon gut gefüllt hat. Mit einer bunten Mischung – vom Doppelmessermähwerk über Landmaschinen, einen neuen Garten, Designermöbel, Fliesen bis hin zu Hochzeitsfotos – da kann die Zukunft ruhig Gegenwart werden. Nicht zu vergessen natürlich die Gewerbesteuer für die Gemeinde, vielen Dank dafür schon mal an alle Gewerbetreibende vor Ort.

Schaffe, schaffe, Häusle baue: auch im neuen Baugebiet ging´s letztes Jahr heiß her: zahlreiche Bauanträge, die ersten Häusle wuchsen schon aus dem Boden, - und wenn dann noch was von der „Hitz“ übrig geblieben ist, dann vielleicht bald auch wieder der Storch, so unsere zugegeben etwas „naive Rechnung“ zur zukünftigen Auslastung des großen neuen Kindergartens…

Heißzeit - heiß gelaufene Drähte bei der Hotline der Telekom wie zuletzt 2018 sollte es in Zukunft nicht mehr geben: Glas statt Kupfer - der Breitbandausbau, eine weitere Großbaustelle im gesamten Gemeindegebiet, mit vielen, oft monatelangen Löchern und Gräben: Bis zum Frühjahr soll das Meiste hoffentlich abgeschlossen sein und dann auch die „Staumeldungen auf der Datenautobahn“ der Vergangenheit angehören.

Bremsen dürfte dabei zukünftig höchstens noch die Datenschutzgrundverordnung, über die in den letzten Monaten hitzige Debatten geführt wurden. Jedoch nicht nur im Internet, sondern auch beim Metzger: einen Kunden persönlich beim Namen zu begrüßen wirft auf einmal juristische Fragen auf. Hacker oder Hackfleisch: darf´s a bisserl mehr sein?

Vom Sonnenschutz bis zum Datenschutz war also viel geboten in der Heißzeit 2018. Die eine oder andere Abkühlung war jedoch auch dabei, wie uns der Blick über den Tellerrand zeigt: Regierung, Fußball-WM, Diesel, Alleinherrschaft in Bayern - Dinge, die wir – auf einmal - nicht mehr können? Vielleicht auch deshalb überall der Ruf nach künstlicher Intelligenz, wenn es die natürliche nicht mehr schafft?

Gott sei Dank gibt es aber auch noch Dinge, die wir können: z.B. wieder zum Mond fliegen - dank Alexander Gerst und Bavaria One bald möglich. Beruhigend zudem, dass auch andere so manches nicht können, z.B. Brexit oder – noch allgemeiner - Klimaschutz, ganz zu schweigen von der „Mutter aller Probleme“…

 „Als sie das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sie ihre Anstrengungen!“ - mit den Worten von Mark Twain der Blick lieber wieder zurück zu den konkreten Zielen und Aufgaben bei uns vor Ort. Da wird´s so schnell auch nicht langweilig: nach dem Kindergarten sollte jetzt endlich der Knoten platzen beim Strobelhaus, dem Seniorenwohnkonzept. Baustellen auch nochmal in der Grundschule, bei der Wasserversorgung und beim Straßenunterhalt, alles Aufgaben, die nie wirklich fertig sind.

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen: wie auch im letzten Jahr, wo es mit den Jahreskonzerten, den Dorffesten, Herz-Jesu-Fest,  25jähriges Priesterjubiläum, 10jähriges Jubiläum MGH, Drachen- und Weinfest wieder genügend Anlässe gab. Ein Dankeschön für all das Engagement dazu, sei es ehrenamtlich oder von Berufs wegen, im Gemeinderat, in den Vereinen, Dorfmuseum, Helferkreis Asyl, aktuell wieder beim Skilift und in der Loipe, im Elternbeirat der Krippe, Kindergarten oder Grundschule, beim Drachenboten, im MGH, auch bei allen Firmen mit Mithelfen, Spenden oder allein durch die Gwerbesteuer - Dankeschön, auch an den Kinderchor und alle Helfer heute.

Das Motto für 2019? Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt – Also frisch ans Werk für 2019!